Vorsorge-Programme

Brustkrebs ist in vielen Fällen heilbar. Die rechtzeitige Erkennung der Krankheit ist entscheidend für den Therapieerfolg. Das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm dient dazu, Leben zu retten.

Frauen ab 30 Jahren sollten die regelmäßige Brustuntersuchung durch den Frauenarzt wahrnehmen. Es handelt sich um eine Abtast-Untersuchung, die Frauen erlernen und zwischen den jährlichen, ärztlichen Kontrollterminen auch selbst vornehmen sollen. Dabei wird zu einem festen Termin einmal im Monat am besten in Seitenlage der Bereich von der Brust bis zu den Achselhöhlen auf knotige Verhärtungen untersucht. Bei Auffälligkeiten sollte eine Abklärung beim Arzt erfolgen.

Frauen zwischen 50 und 70 Jahren können am Mammographie-Screening teilnehmen, das Bestandteil des gesetzlichen Programm zur Früherkennung ist. Diese Röntgen-Untersuchung der Brust ist die beste verfügbare Methode für die Erkennung von Vorstufen oder frühen Stadien des Brustkrebses. Sie erlaubt den Nachweis selbst kleiner Kalkherde (Mikrokalk), die erste Hinweise auf Brustkrebs sein können. Es ist allgemein anerkannt, dass der individuelle Nutzen die mit der Strahlenbelastung verbundenen Risiken überwiegt.

Frauen mit familiärer Belastung werden bereits in jungen Jahren häufigere Untersuchungen empfohlen. Gutartige Veränderungen in der Brust sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ein besonderes Risiko besteht jedoch nur bei wenigen Einzelfällen.